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Rauhes Winterwetter war zurückgehkehrt, als sich am Samstagmorgen die Hengste der Rassegruppe Isländer zu ihrer Körung und IPZV-Jungpferdematerialprüfung im Gestüt Ellenbach einfanden.

Alle 11 genannten Hengste waren vor Ort und wurden zunächst gemessen und auf Identität überprüft und dem Tierarzt vorgestellt, bevor sie zur Materialbeurteilung in die Halle gebracht wurden. Bei einer Materialbeurteilung von Junghengsten muss, neben zwei Materialrichtern des IPZV nun auch zusätzlich der Zuchtleiter/in oder ein Beauftragter eines FN-Mitgliedszuchtverbandes in der Bewertungskommission vertreten sein, damit ein Hengst mit diesem Leistungsnachweis gekört werden kann.

IMG 3600Das Ziel dieser Vorgehensweise ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Zuchtverbänden und des IPZV zu intensivieren und zu optimieren. Das Körurteil eines Zuchtverbandes beruht bei der Rasse Islandpferd ausschließlich auf dem Ergebnis der Leistungsbeurteilung (abgesehen von dem Gesundheitszeugnis und der DNA bestätigten Abstammung) und durch die Anwesenheit im Sinne einer beratenden Funktion, erhält der Zuchtleiter oder ein Beauftragter des Zuchtverbandes somit nun unter anderem einen wertvollen Einblick in die Kriterien der Jungpferdebeurteilung.

Die lineare Beschreibung des Hengstes wird direkt mittels PC erfasst und jeder Aussteller erhält die Ergebnisse am Ende des Tages. Auch in diesem Jahr, war es eine sehr harmonische und konstruktive Zusammenarbeit in der Richtergruppe bestehend aus Barbara Frische und Barbara Althans und Antje Römer-Stauber (VPPH).

Eine erfolgreich absolvierte Jungpferdematerialprüfung oder gerittene FIZO-Prüfung ist der erste Schritt zur Körung und anschließenden Hengstbuch I-Eintragung beim zuständigen Zuchtverband. Auch die tierärztliche Untersuchung und die Abstammungsüberprüfung auf beide Eltern gehören zu den notwendigen Voraussetzungen, die jeder Hengst zur Erstkörung erfüllen muss. Die verbindliche Eintragung im Hengstbuch I kann anschließend von jedem anderen Verband übernommen werden, wenn der Hengst in ein anderes Zuchtgebiet wechselt oder dort Fohlen von ihm registriert werden sollen.      

In diesem Jahr waren 11 Hengste gemeldet, 10 erreichten die geforderte Mindestnote von 7,8 und besser. Das positive Körurteil erhielten nur 9 von ihnen, da ein Hengst nur zur Materialbeurteilung gekommen war.

Leider sahen wir nur einige Hengste in der abschließenden Schrittrunde noch einmal wieder und konnten ihnen zur erfolgreichen Erstkörung herzlich gratulieren, denn manche Aussteller waren zwischenzeitlich auf dem parallel stattfindenden Turnier aktiv oder bereits auf dem Nachhauseweg.

Die hessische Körung wurde vorgenommen durch den Rassevertreter des Verbandes Herrn Christian Simmer und Frau Römer-Stauber.

Siegerhengst der Körung wurde der Hengst „Evert vom Rappenhofaus der Zucht und im Besitz von Milena Hofmann, Breuna. Dieser Hengst überzeugte nicht zuletzt über die hohen Bewertungen für die Bewegungsveranlagung und Möglichkeiten seiner Bewegungsqualität, sondern auch über hohe Prozente für sein Interieur und das gute Exterieur.

Text: VPPH

Bilder: Rappenhof

 

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